Weihnachtsoratorium in der Lutherkirche Remscheid

Russisches Staatsorchester Kaliningrad, Mozartchor, Christoph Spengler beim Weihnachtsoratorium in der Lutherkirche Remscheid - Foto und Rahmung: Michael Mahlke
Russisches Staatsorchester Kaliningrad, Mozartchor, Christoph Spengler beim Weihnachtsoratorium in der Lutherkirche Remscheid – Foto und Rahmung: Michael Mahlke

Am Samstag, 29.11.2014, 18:00 Uhr fand in der Lutherkirche die Aufführung der Teile 1 bis 3 des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach statt.

Das wohl populärste Werk rund um die Geburt Jesu wurde mit einem ausgesuchten Solisten-Ensemble (Ewa Stoschek, Andrea Keden, Michael Mogl, Thilo Dahlmann), dem Remscheider Mozart-Chor und dem Russischen Staatsorchester Kaliningrad aufgeführt und gab unter der Leitung von Kantor Christoph Spengler den Zuhörern einen musikalischen Hochgenuss mit auf den Weg und in die Seele.

Pfarrer Axel Mersmann erläuterte, warum neben Bach auch Vivaldi gespielt wurde und warum das Weihnachtsoratorium heute zu Beginn des Advents gespielt wurde und nicht erst zu Weihnachten.

Foto: Michael Mahlke
Foto: Michael Mahlke

Die Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten live, wie musikalisch das Ganze mehr als die Summe seiner Teile sein kann.

So konnten Musik, Advent, Glauben und Menschen zusammenfinden.

 

Das Remscheider Löwenbaby

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Plötzlich stand er vor mir.

„Hallo ich heisse Leolinchen.“

Er war aus einem Ei gekommen und stand vor mir auf dem Tisch.

„Weißt du, ich bin der Neue.

Mein Vater ist gegangen und hat mich gebeten, zu euch zu kommen, damit ihr endlich neues Leben und neue Freude nach Remscheid bringt.

Mein Vater war Nazi und stand für die schlechten Seiten  unseres Löwenlebens. Ja er war damals stolz ein Löwe zu sein, der für den Führer und seine Taten stand.

Aber später hat er gehört, was das für Taten waren: das Ermorden von Männern, Frauen und Kindern, die brutale Folterung und Ermordung Andersdenkender, der Überfall auf unschuldige Menschen, Vergasen, Vergewaltigen und vieles mehr.

Dann dachte er, wenn ich viele Jahre einfach still bin, vielleicht erinnert man sich dann nicht mehr daran.

Aber auch das klappte nicht.

Und nun das!

Man hatte ihn geklont wie ein Schaf und alles mit ihm gemacht, was man sich nur ausdenken konnte.

Er wußte, er war nicht schön.

Er sollte ja auch aussehen wie ein grimmiges Tier, das andere zerfleischt.

So freute er sich über ein paar kreative Einfälle, die ihn freundlicher machten und er gab innerlich zu, daß er gerne so ausgesehen hätte.

Aber was man sonst so aus ihm gemacht hatte gefiel ihm gar nicht.

Sogar auf einem einfachen Kasten mußte er jetzt stehen in Verkleidungen, die ihn weinen ließen und dabei sollte er noch die Autofahrer erschrecken.

Da beschloß mein Vater von seinem Denkmal zu steigen und zu gehen.

Er bat mich zu euch zu kommen, damit ich mit euch kuscheln kann und ein echter Freund von Remscheid werde.“

In dem Moment wachte ich auf und fragte mich, ob das alles ein Traum oder die Wirklichkeit ist.

Oder vielleicht wird aus dem Traum eines Tages Wirklichkeit?

Wald 2.0 – Kahlschlag 2.0

Wo schöne Waldwanderwege waren ergeben sich zunehmend brachliegende Hänge. Eckbäume als schöne Übergänge von einem Weg zum nächsten sind weg und die Leere wird zunehmend spürbar. Wenn Wald zu Geld wird, verschwinden die Erholungswege. Unter Baumkronen zu wandern war gestern, bei Wald 2.0 kommt die Glatze.