Strassenwahlkampf in Wuppertal Elberfeld

Man mußte am 29.4.2017 nur durch Elberfeld Richtung Bahnhof gehen und schon ist man mittendrin.

Erst kommt die CDU

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 CDU

Dann kommt die FDP

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 FDP

Danach folgt Die Linke

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 Die Linke

Und daneben die Piraten

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 Piraten

 

Die MLPD war mit vielen Schildern zu sehen, die AFD weder mit Schildern noch mit Stand und die SPD war gar nicht da sondern stand mit ihrem Stand zusammen mit den Grünen vor dem Saturn – vielleicht eine symbolische Anordnung?

Und die stille Meinungsbildung konnte man dann hier sehen, einige Meter weiter:

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 CDU

 

Die Vergessenen und die vergessene Fotografie

Foto Mahlke – Zeig Stärke gegen Altersarmut, Die Linke und die AFD im Wahlkampf

Der Buchautor Édouard Louis schrieb auf spiegel.de über seine Kindheitserlebnisse:

„Marine Le Pen sei die einzige, die von uns, von „den kleinen Leuten“ spräche, erklärten sie und machten sich auf ins Wahllokal. Alle anderen Kandidaten würden uns ignorieren.

Das Gefühl der Unsichtbarkeit war das zentrale Element unseres Lebens, war allgegenwärtig und eine Obsession. Kein Tag verging, an dem meine Mutter nicht sagte: „Für uns, die kleinen Leute, interessiert sich niemand. Schon gar nicht die großen Tiere.“ Wenn sie Politiker im Fernsehen sah, schimpfte sie: „Die sind doch alle gleich! Die denken doch nur an sich.

Meine Eltern fühlten sich von der Linken verraten. War die Verteidigung der Schwachen in der Gesellschaft nicht deren Sache gewesen? „Aber heute sind sie alle gleich, links wie rechts“, kommentierten sie, was sie als unnormal empfanden. In diesem „aber“ steckte ihre ganze Enttäuschung und das Gefühl der Verlassenheit, das an ihnen nagte.

Worte wie Hunger, Elend, Ungleichheit, Leiden, Schmerz, Erschöpfung kamen in den Erklärungen der Linken tatsächlich nicht mehr vor. …Kurz nach meinem zwanzigsten Geburtstag schickte ich das Manuskript meines ersten Romans an einen großen Pariser Verlag. In Das Ende von Eddy beschrieb ich jene Welt meiner Kindheit, die Armut und die Ausgrenzung, die ich erlebt hatte. Schon nach gut zwei Wochen erhielt ich Antwort: Sie könnten den Roman nicht veröffentlichen, teilte man mir mit. Das Elend, von dem ich berichtete, hätten wir vor hundert Jahren hinter uns gelassen, die Leser würden nicht glauben, was ich erzählte. Ein solches Buch kaufe keiner, hieß es.“

Dieses Erlebnis habe ich bis heute.

Die Welt aus der ich komme und die ich immer noch erlebe, kommt um mich herum überhaupt nicht vor in der öffentlichen Diskussion.

Und die wachsende Anzahl der Vergessenen trifft nun die Schutzsuchenden, die hier sofort leben können wie Einheimische ohne jemals etwas geleistet zu haben oder leisten zu müssen und mancher fragt sich, welchen Wert noch Staat, Fleiß und Grundgesetz haben.

Denn wer für seine Familie als schutzsuchende Asylanten sofort monatlich über 4000 Euro netto erhält, welchen Ansporn sollte der haben, hier arbeitend mitzumachen?

Echte Sanktionen gibt es nicht, Ausweisung gibt es nicht, Bedingungen für das Bleiben gibt es nicht – aber viel Geld und lebenslange Leistungen, die Inländern bei Arbeitslosigkeit erst nach der Anwendung der Verarmungsregel von Hartz 4 zustehen.

Migrationsforscher warnen fast verzweifelnd vor den Folgen und fragen sich, wo man hier ist. Akzeptanz bedeutet nämlich, daß die aufnehmende Bevölkerung dies annimmt und nicht ablehnt. Dazu würde aber gehören Migranten und Asylanten rechtlich anders zu stellen so daß z.B. Migranten und Asylanten mehr Steuern zahlen müssen und weniger Sozialleistungen erhalten als die, die hier geboren sind und hier gearbeitet haben (wie das in klassischen Einwanderungsländern auch ist und dort auch für Asylberechtigte gilt und übrigens das Erlernen der Sprache zwingende Voraussetzung für das Bleiberecht ist und es dafür nix gibt statt nur Abzüge).

Das geht ohne Probleme, denn es sind zwei paar Schuhe. Man muß sich verdienen dabei sein zu dürfen und nicht erst einmal alles ohne Arbeit erhalten auf Kosten der Einheimischen, denen man seit Jahren immer mehr wegnimmt. Das bedeutet Akzeptanz.

Einfach zu regeln wäre dies mit einer Basissicherung für Asylsuchende, die nach erfolgreicher Integration länger gewährt wird und in den Arbeitsmarkt führen muß und einer echten höheren Grundsicherung (die mehr als das Existenzminimum abdeckt) für arbeitslose Inländer, also Menschen, die hier gearbeitet haben, die je nach Anzahl der sozialversichert gearbeiteten Jahre aufgestockt wird und Erspartes nicht anrechnet und bei der Rente mitzählt. So einfach geht das Grundgesetz und so einfach baut man Hass ab.

Aber es ist wohl politisch anders gewollt: Hartz4 stabilisiert die wachsende Ungerechtigkeit und die vorhandenen Machtverhältnisse, weil das Volk mehr kontrolliert wird als in der DDR und natürlich bei den Nazis.

Man vergaß wohl bewußt die, die diese Gesellschaft tragen oder vor der Arbeitslosigkeit getragen haben.

Stattdessen wird über die berichtet, die sich tragen lassen und es wird mit viel Geld alles getan, um ja keine Debatte über die zu führen, die dies alles tragen und ertragen.

Dabei müßten die, die hier gearbeitet haben, belohnt werden und nicht bestraft werden.

Insofern handelt es sich um bewußt „vergessene“ Fotografie, die nicht zeigt, was bei vielen Millionen von Staatsbürgern hier real an sozialer Armut durch materielle Armut vorherrscht.

Die in Deutschland aus sicheren EU-Ländern angekommenen Asylanten wurden und werden hier aber gerne fotografiert und exponiert ausgestellt, die vergessenen Inländer werden so gut wie nie fotografiert. Die betteln dafür u.a. in der Elberfelder City.

Und sie werden z.T. sogar beschimpft, wenn sie nun die wählen, die sie als Einzige ansprechen und ihnen Hoffnung geben.

Was für eine Zeit!

Wenn die treuen Arbeiter die SPD verlassen

Die SPD hat in zehn Jahren Agenda 2010 zehn Millionen Wähler verloren. Am Anfang gingen viele zu der Partei Die Linke, aber die eher konservativen Stammwähler aus dem Arbeitnehmerbereich blieben ihr zunächst noch treu. Nachdem außer Armut für die Fleissigen und Angst und Schrecken vor dem Alter sich nichts aus der Agenda 2010 erfüllt hat, sind nun auch zunehmend die ausgetreten, die in der SPD auf Besserung gehofft haben.

Und dafür gibt es ein Bild, das es besser nicht beschreiben könnte.

Man soll nie nie sagen …

Nun kann man nur hoffen, daß in der AFD diese Menschen, die Sozialreformen für die kleinen Leute wollen, auch entscheidenden Einfluss bekommen, weil auch in der AFD Neoliberale rumgeistern, die eine Rente erst nach 45 Jahren wollen, obwohl die meisten Neuzugänge in der Rentenversicherung gerade mal noch 30 Jahre schaffen.

Aber wenn dann so was noch stimmen sollte wie hier verlinkt, dann wächst nur noch das Gefühl der Ungerechtigkeit.

Und tagesaktuelle Erlebnisse tun ihr übriges.

 

 

 

 

Betteln in der City von Wuppertal – Elberfeld – „Agendamacher“ schauen zu

Foto Mahlke

Montags um zehn Uhr in Wuppertal-Elbefeld in der City.

Innerhalb von fünf Minuten werde ich von fünf deutschen Frauen und Männern angesprochen, ob ich ihnen nicht etwas Geld geben könnte.

Dabei halten sie den obligatorischen Kaffeebecher in der Hand.

Fünf deutsche Männer und Frauen betteln in fünf Minuten. Zur selben Zeit schickte die Polizei ein paar Meter weiter weitere Personen, die es sich mit Hund und Decke zum Betteln bequem gemacht hatten, wieder weg aus der City.

Diese Verarmung und sichtbare Armut in der Öffentlichkeit der eigenen Staatsbürger ist meiner Meinung nach die direkte Folge der Agenda 2010 mit dem unmenschlichen Hartz 4 für die Fleissigen, die arbeitslos wurden.

Dann nimmt man ihnen so gut wie alles weg bis sie arm wie eine Kirchenmaus sind und dann verlieren immer mehr die Hoffnung – bis einige von ihnen dann mit dem Kaffeebecher in der Hand betteln.

Die Verursacher hat man aufgehängt. Damit wir uns nicht falsch verstehen. Man hat die Repräsentanten dieser Politik direkt über ihren Köpfen auf Wahlplakaten aufgehängt (nur die Piraten gab es damals noch nicht).

Aber diese Pappkameraden sehen natürlich nicht die Armut direkt unter ihrer Wahlreklame.

Ob die davon Betroffenen, die ich heute erlebt habe, wählen gehen?

Deutsche betteln in Wuppertal – Foto Mahlke

 

Aber ich habe sie heute erlebt – montags um zehn in Deutschland, mitten in der City von Elberfeld.

Zeitgeist 2017 regional vor Ort im öffentlichen Raum.

 

Politik Picobello – Schlaglöcher auf der Burgerstrasse und Drecklöcher auf der Neuenkamper Strasse in Remscheid

Es ist kaum zu glauben. Aber wenn ich ab dem Sana in Richtung Solingen weiterfahre, erinnert mich dies an die Strassen in der ehemaligen DDR. Vor lauter Löchern, Rumpeln und Pumpeln denkt man  daran, wie sich Versagen in der Politik anfühlt.

Darüber kann auch die bunte Wahlreklame nicht hinwegtäuschen. Die, die jetzt da hängen, haben weder eine vernünftige Schienenanbindung noch einen bezahlbaren Monatstarif hinbekommen. Drei Landtagsabgeordnete haben nicht mal elementare Fragen für Remscheid lösen können. Nicht mal das!

Und sich um die Schlaglöcher zu kümmern, ist dann dann sicher auch zu viel verlangt von hochbezahlten Politikern. Bei der Stadt nachfragen ist sicher auch vergeblich. Wenn die nicht mal merken, wie die wichtigste Remscheider Straße aktuell beschaffen ist, dann merken die nicht mehr viel.

Aber wer will schon meckern, wenn es besondere Erlebnisse gibt.

Einfach mal zum Knappstein auf den Trödelmarkt, dachte ich so. Aber als ich die Neuenkamper Strasse hoch und später wieder runterging, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Was die Autofahrer übersehen, verschlägt Fußgängern bald die Sprache.

Hier sieht man, was herauskommt, wenn man bei Burger King essen war. Aus einem schönen Stück Wiese wurde eine Müllkippe. (Die Fotos werden größer beim Anklicken)

Foto Mahlke neben Burger King Neuenkamper Strasse

Und hier sieht man ein paar Meter weiter, daß asoziales Verhalten nicht von Burger King abhängt. Selbst Reifenteile sind hier zu finden.

Foto Mahlke vor den Wohnhäausern unter der Sporthalle auf der Neuenkamper Strasse

Doch wer denkt es ist vorbei, der braucht nur mal die Seite zu wechseln. Auf dem Bürgersteig unterhalb der Tankstellen ist kaum noch Platz zum Laufen. Aber selbst das reicht nicht.

Foto Mahlke Neuenkamper Strasse

Wenn du denkst, es wird besser, dann steht die Sicherheitsabgrenzung zu den Bahnschienen im Weg. Und das nicht nur an einer Stelle.

Foto Mahlke Neuenkamper Strasse

Remscheid ist schon Picobello, gerade in zentralen Lagen. Das sind die Gesichtszüge von Remscheid, die man sieht, wenn man einfach so über den Bürgersteig geht, der für Staatsbürger gemacht ist und sich fragt, wie hier Politik gemacht wird. Ich komme darauf, weil die Verantwortlichen ja teilweise gerade überall an den Laternen und Masten hängen. Pikanterweise ist die Neuenkamper Strasse auch noch die Zufahrtsstrasse zu den Stadtwerken …

Das ist eben Politik Picobello!

Ich frage mich nur noch, wann wir eine Rattenplage bekommen und eine Insektenplage.

Alles eine Frage des Zeitgeistes – Ratten als Haustiere sind ja in, da ist der Weg nicht mehr weit.

Nachtrag: Dieser Text ist vom 9.4. Am 1.6. wurde die Neuenkamper Straße gesäubert.

 

Wuppertal Elberfeld 2017 – Jahresfoto

Foto Mahlke

Es handelt sich bei diesem Foto um mein Jahresfoto zum Thema Wuppertal Elberfeld. Der abgeschnittene Bus symbolisiert das teilweise Abgeschnittensein vom Verkehr. Der blaue Pfeil symbolisiert die Einbahnstrasse. Der rote Lastwagen symbolisiert den Umbruch. Das ältere Ehepaar zeigt die Mühen der Menschen in dem Wirrwarr. Man kommt zurecht indem man sich nicht an die Regeln hält, die überall zu sehen sind. Deshalb übertreten sie die weiße Linie …

Das dominierende Gebäude symbolisiert die Macht des Geldes, die das alles nach seinen eigenen Vorstellungen umbaut. Der Lastwagen darunter zeigt, dass man hier das Geld wegschleppt.

Das Foto an sich ist vertikal aufgeteilt in drei Teile.

Hier höre ich auf mit der Deutung. Es gäbe noch mehr zu sagen.

Das Foto ist ein von mir gewählter Moment der Realität als Teil der mich umgebenden Wirklichkeit.

 

AFD verschwunden, CDU entstellt, FDP zerstört – Wahlkampf auf der Burgerstrasse und der Bismarckstrasse

Nur die rosa SPD scheint komplett verschont zu werden. Alle anderen Farben und Personen sind schon nach wenigen Tagen politisch verhunzt worden. Continue reading „AFD verschwunden, CDU entstellt, FDP zerstört – Wahlkampf auf der Burgerstrasse und der Bismarckstrasse“

Die Alternative für Deutschland

Auch die AFD macht Wahlwerbung. Dabei sind die Themen die fehlende Integration und die wachsende Armut unter den deutschen Staatsbürgern. Das sind Fakten, aber das betrifft noch nicht die Mehrheit der Menschen. So tut die AFD manchem weh, weil sie ihren Teil der Wahrheit sagt, aber ist nicht mehrheitsfähig, zumal die Rentenpläne der AFD dem Plakat widersprechen, wenn sie so sind wie hier beschrieben.

AFD NRW Foto Mahlke

Und das Foto zum Thema Integration könnte so aus einigen Strassen von Remscheid, Solingen oder Wuppertal stammen, ungelogen und nicht polemisch.

Der visuelle Teil des Wahlkampfes für NRW kommt in Fahrt.

Links und Grün oder Rot und Grün?

Rot-Grün hat die Agenda 2010 eingeführt, das asozialste Projekt gegen fleissige Staatsbürger, das sich neoliberale Politiker bisher nach der Nazizeit in Deutschland ausgedacht haben. Die CDU/CSU und die FDP haben dazu gejubelt.

Foto Mahlke

Nun erleben wir auf der Alleestraße eine Begegnung der anderen Art. Grüne Männchen und Weibchen nähern sich bis auf wenige Meter der Partei Die Linke.

Foto Mahlke

Es scheint sogar als würde die Nähe gesucht.

Da bin ich mal gespannt wie sich dies in Deutschland weiterentwickelt.

Wenn aktuell die Parteien von sozialer Gerechtigkeit sprechen, dann denke ich an Bertolt Brecht und den Gedanken, wenn die Mächtigen von Frieden sprechen, dann denke an Krieg.

 

Porschefan macht Werbung auf der Bismarckstrasse – Strassenwahlkampf neu verstanden

Es sind die Zufälle, an die man glauben muß. Die NRW-Wahl kommt auf Touren und die ersten riesigen Wahlplakate für die Autofahrer sind in Remscheid von der FDP.

Foto Mahlke

Und ganz „zufällig“ ist pünktlich zum Auftakt auch in der Beilage der Rheinischen Post zum Thema Auto derselbe Mensch zu sehen.  Es handelt sich um Christian Lindner, der nach dem Artikel schon mit 19 Jahren seinen ersten Porsche kaufte. So steht das Wahlplakat, das hier zu sehen ist, an einer Strasse, an der sehr viele Autofahrer vorbeikommen und der bekennende Porschefan Christian Lindner kommt in der Autobeilage der Rheinischen Post groß zu Wort.

Das wäre mir zunächst nicht aufgefallen, da ich schon dabei war, die Werbung zu entsorgen. Aber als ich dann an dem Plakat vorbeifuhr, wurden mir  zeitliche Zusammenhänge bewußt. So dürfen wir gespannt sein, wie in den nächsten Wochen in der Rheinischen Post die FDP dargestellt wird.

Die Selbstdarstellung von Christian Lindner als Politiker zu diesem Zeitpunkt als Repräsentant der FDP finde ich bemerkenswert. Er hat ein „Porsche-Gen“ laut Beilage der Rheinischen Post.

Was symbolisiert der Porsche? Ist er ein Statussymbol oder ein Sexsymbol oder ein Symbol für eine Welt jenseits des Sozialen? Oder deute ich zu viel?

Und wenn er das Gen hat, ist er dann ein Teil von Porsche? Was wollen uns diese Worte sagen?

So bleiben Fragen offen, die weiter Lust auf das Beobachten im Strassenwahlkampf machen.

 

Wupperseiten und Zeitgeist – die statistische Wahrheit

Ich möchte mich hiermit bei den Vorbeischauenden bedanken. Soll ich auch 2017 mit meinen fotografischen Notizen weitermachen? Das war die Frage als ich am Jahresanfang überlegte den Blog zu schliessen.

Dazu beobachtete ich die Besucherzahlen. weil ich wissen wollte, ob oder ob nicht.

Hier geht es ja „nur“ darum, eine visuelle Botschaft zu sehen, die ich gefunden habe im öffentlichen Raum und die über sich selbst hinauszeigt.

Statistik zeitgeist.bergischdigital.de

Der Zufall als Motiv für das Thema Zeitgeist im öffentlichen Raum.

Man sieht an dieser Statistik der letzten Woche, daß ich immer dann, wenn es neue Fotos gibt, im Durchschnitt 700 bis 900 Besucher hatte. Im letzten Jahr waren es mehr, weil ich mehr Fotos zeigte und zusätzlich noch Artikel schrieb.

Texte gibt es hier nur noch zur Einordnung von Fotos, anders als früher bei bergischer.bildermonat.de.

Wenn es noch mal ein Artikel sein muss, dann erscheint dieser bei pinwand.bergischdigital.de

Die Statistik dort sieht dann so aus:

Statistik pinwand.bergischdigital.de

Wenn nichts Neues da ist, gehen die Besucher bis auf 13 runter und wenn etwas Neues kommt, gibt es täglich zwischen 100 und 200 Leserinnen und Leser bzw. Besucher.

Da ich völlig auf spezielle Auswertungensmodule wie google analytics verzichte und nur die bei wordpress verfügbare Statistik habe, muß dies hier als Grundlage mit allen nicht aufgeführten Besuchern als Tendenz genügen.

Der letzte Tag ist der aktuelle Tag. Da dieser noch nicht vorbei ist, ist auch die Besucherzahl niedriger.

Ich bewerte es nicht sondern ich zeige es einfach einmal, weil man sich fragen muß, ob schweigen oder fotografieren und zeigen besser ist.

Zumindest ist Bilder lesen weiter verbreitet als Texte lesen.

Aber Fotos haben für mich ja auch den Aspekt der Bestandsaufnahme, weil ich mich frage, wie sehe ich die Wirklichkeit, welche Realität nehme ich wahr, was halte ich für wichtig, was springt mir ins Auge, welche Dinge nehme ich „wahr“ – für wahr, fürwahr!

Insofern ist die fotografische Reflexion persönlich und das Teilen der soziale Aspekt, weil  ich meine Wahrnehmungen teilen möchte.

Die Wirklichkeit ist alles, die Realität ist mein Teil daraus, den ich wahrnehme. Das ist bei jedem anders. Das Einbringen in soziale Netzwerke kann dann aus social network eine soziale Aktion machen.

Julian Stallabrass hat darauf hingewiesen. Es ist nicht mehr die Idee des Bürgertums, wo ein freies und einzigartiges Individuum sich entfaltet. Es ist die Reaktion auf die sozialen Erlebnisse. Daher handelt es sich auch nicht um einzigartige Werke, die man dann als Monumente im Museum findet sondern sie entwickeln sich im Datenfluß und der Wahrnehmung der vorübergehenden Objekte im öffentlichen Raum. Es sind daher auch Kunst-”objekte”, die zur Nutzung, zum Anschauen zur Verfügung stehen. Das nennt man dann sogar art radical.

Na dann!