Schöne Fotos von Remscheid

Foto Mahlke

Nun habe ich meinen Blick geändert und zeige die schönen Seiten von Remscheid. Diese sind da, wo man nicht mehr auf das Umfeld schaut sondern nur noch isolierte Ausschnitte bringt.

Und so entstehen dann Fotos, die so tun als ob man von Ihnen auch auf das Umfeld schließen könnte.

Besonders gelungen finde ich das Foto vom Gartenrotschwanz, den ich einfangen konnte:

Foto Mahlke Gartenrotschwanz

So heil wie sie aussehen und so schön wie sie schimmern ist aber nur der Bildausschnitt auf den Fotos. Wer glaubt hinter dem Bildausschnitt wäre es auch so, den möchte ich dann noch auf die Wirklichkeit dahinter verweisen.

 

Remscheid zwischen Hammertal und Eschbachtal – nur Klopapier und Kacke

Es ist einfach herrlich anzuschauen wie die Freiheit für Reiter und das scheinbar völlige Versagen der Behörden aus einem historischen Wanderweg eine echte Kloake machen.

Zugleich ist dies mein Abschied von „negativer“ Berichterstattung, da dies ja sowieso nicht interessiert.

Offenbar ist das Erlebnis, in Kacke und Klopapier zu laufen viel interessanter als etwas dafür zu tun, daß diese ganze Scheiße unterbunden wird.

So sind wir Menschen also in der überwiegenden Zahl und deshalb kann man es nicht ändern.

Aber der Reihe nach.

Das Hammertal hat vor einiger Zeit neue Schilder erhalten, um den schönen Weg und seine historische Bedeutung angemessen zu würdigen.

Als ich am 27.05.2017 dort entlang ging, sah es dann so aus:

Foto Mahlke – im Hammertal alles voller Kacke und Klopapier

Ganze Bereiche sind übersät mit Klopapier und Toilettenresten:

 

Ich bin davon ausgegangen, daß dies nach den teuren Umbaumaßnahmen ein Stück höher nicht mehr vorkommt. Stattdessen wird die Kacke und das Klopapier jetzt noch stärker und noch weiter rausgedrückt und versaut den gesamten schönen Weg im Hammertal:

Wenn man dann die Straße in Tirol überquert und in das Eschbachtal wechselt, könnte alles so schön sein. Aber offenkundig ist der Mensch auf dem Pferd zum Teil das offenkundig asozialste Tier für seine Mitmenschen.

Denn hier grüßt den Fußgänger zum wiederholten Male das sichtbare Zeichen asozialen Umgangs eines Reiters oder einer Reiterin mit Fußgängern:

Foto Mahlke _Pferdekacke im Eschbachtal

Das ist alles bekannt seit Jahren (ich habe dieses Mal nur keine Damenbinden gesehen) und nun konnte ich dokumentieren, daß es noch schlimmer geworden ist:

Foto Mahlke – im Hammertal alles voller Kacke und Klopapier

Aber welchen Sinn hat diese Art des Dokumentierens mit Fotografien?

Keine weil es niemand interessiert, nicht mal die Bürger und Anwohner.

So bin ich wohl der, der falsch denkt und falsch sieht.

Meine falsche Sichtweise wollte ich noch einmal zum Ausdruck bringen, weil es mir richtig stinkt.

Aber nun bin ich damit still, weil ich gelernt habe, daß die Menschen lieber durch Kacke und Klopapier gehen statt dafür zu sorgen, daß dies geändert wird.

Shit happens!

 

Goodbye Remscheid

Es gibt soziale Orte, die einem nichts mehr geben können.

Sie sind politisch zu Tode beschlossen worden. Ausser Funktion nichts mehr.

Es ist daher eine „freiwillige Ödnis“, denn es wurde bewußt gemacht aus freien Stücken.

Selbst wenn man sich Mühe gibt und zu Ereignissen geht, um dort gehäuft mehr an Motiven zu finden, ist es fast ausgeschlossen, wenn man nicht allein auf Begegnungen mit Menschen zurückgreift.

Der öffentliche Raum in Remscheid ist gestalterisch echt tot – tote Fassaden, leere Betonschluchten und so gut wie keine schönen Plätze überall in der Stadt und so sieht dann auch das Stadtbild aus. Es ist eine Landschaft der visuellen und sozialen Armut entstanden, politisch gewollt und gemacht.

Natürlich kann man auch in Remscheid schöne Fotos machen, wenn Menschen gestaltet im Mittelpunkt stehen oder man sich auf Details festlegt.

Aber das große Ganze mit verzierten Fassaden, vielen einladenden Parkanlagen und gemütlichen Ecken ist in Remscheid der Schuhkartonarchitektur gewichen und dem kahlen Schnitt.

Für mich ist dieser Umgang mit unserem Lebensraum so frustrierend, daß ich nach dem Projekt bergischer.bildermonat nun mit zeitgeist.bergischdigital.de hier aufhöre, weil ich überhaupt kein politisches Bemühen und kein positives Signal sehe. Remscheid kommt mir vor wie eine vernachlässigte Vorstadt von Wuppertal.

Juristen und Sozialarbeiter in Remscheid machen das, was sie gelernt haben: sie stellen immer mehr Sozialarbeiter ein und lauern auf Fördertöpfe statt die Ursachen anzupacken.

Die Tafel, die soziale Verfolgung arbeitslos gewordener Inländer im Jobcenter zum Zwecke der Verarmung und Möhrchen sind das Ergebnis einer grundfalschen Politik, die Remscheid ebenso sozial zerstört wie Deutschland. Die Flüchtlingsmassen 2015 und 2016 haben neue Probleme hinzugefügt und wirklich nichts wird gelöst.

Man schaut zu wie das Schiff auf den Eisberg fährt, finanziell, sozial und demokratisch.

Das ist mir hier so klar geworden in der Begegnung mit Menschen und sozialen Strukturen, daß weitermachen so nicht sinnvoll ist.

Hinzu kommt, daß genau dadurch immer mehr Menschen eher aus der Realität flüchten statt sich diesen düsteren Ecken zu stellen und etwas dagegen zu tun.

So verstummt in dieser Form nun meine Stimme mit Texten und Fotos und sucht mehr Licht.

Ich verabschiede mich mit dem typischen Remscheider Knubben, der im Stadtgebiet nur noch von der Menge der Zigarettenkippen überholt wird.

Echt Scheisse in Remscheid

 

Remscheid 2017 – Mein Jahresfoto

Foto Mahlke

Es handelt sich bei diesem Foto um mein Jahresfoto zum Thema Remscheid.

Rot steht hier für die rote Laterne, die Remscheid trägt und die symbolisch als Farbe nun schon den Großteil des Bildes einnimmt. Als ich den Artikel über die rote Laterne schrieb hatten wir November 2014.

Nun sind wir im Mai 2017 und alles ist noch schlimmer. Die Rheinische Post hat aktuell Daten publiziert, die in den nächsten Jahren zudem einen dramatischen Rückgang von Industriearbeitsplätzen hier im Bergischen Land erwarten lassen.

Da helfen auch die ganzen Propagandameldungen und Änderungen an den Statistiken nicht weiter.

Wahr ist, daß man in Österreich für ca. 2 Prozent mehr in der Rentenversicherung ca. 100 Prozent mehr Rente erhält: wer 35 Jahre eingezahlt hat, erhält in Deutschland im stat. Schnitt ca. 1000 Euro brutto und in Österreich ca. 2000 Euro brutto – ohne private Vorsorge. So viel zur Statistik.

Wenn Politiker den Menschen hier wenigstens etwas als Chance geben würden, dann wäre es mehr Mobilität durch mehr Züge nach Düsseldorf und Köln, mehr Verbindungen nach Wuppertal und vor allem günstigere Ticketpreise für alle, damit man mobil ist in diesem Großraum und nicht schon wegen des fehlenden Geldes hängenbleibt.

Von Remscheid nach Wuppertal müßte alles Wabe A1 sein, weil in Remscheid ohne den Service von Wuppertal bis zu den Ämtern gar niemand mehr leben kann. Und auch Tickets ab 9 sind völlig daneben. Dies abgeschafft und klug ersetzt für alle, wäre zumindest eine Chance, die Mobilität der Menschen zu erhöhen und damit ihre Chancen selbständig vielleicht was zu finden statt hier mobil gefesselt zu sein, weil die Preise zu hoch sind. Für 49 Euro pro Monat ein Wupperticket für jeden und für alle Städte hier rund um die Uhr und vieles wäre viel einfacher.

Damit zurück zu den visuellen Aussagen in diesem Foto.

Was ist in dieser roten Farbe eingebettet?

Richtig, das Jobcenter als neues Symbol für Remscheid. Die Zukunft für immer mehr Menschen ist in Remscheid das Jobcenter mit seinem modernen Schuldenturm für die, die arbeitslos wurden.

Das ist die neue Wirklichkeit, die hier genau so auch sichtbar wird.

Am Mülleimer  thematisiere ich Remscheid als die Müllstadt auf dem Berge mit der Müllausstellung zur Mülltrennung.

Die Aufkleber zeigen, daß bis zu den Linken dieses Thema keine Rolle spielt sondern das eher zugeklebt wird. Auf dem Mülleimer steht ziemlich unten „Remscheid wird strahlen.“

Das Gesamtbild des Fotos soll die Sauberkeit der Stadt zeigen, die ich als schmuddelig empfinde und damit bin ich nicht allein.

Es ist zwar auf dem Bild oberflächlich „sauber“ aber real ja nicht.

Im Foto an sich dominiert die rote Farbe als visuelles Symbol für die schon aufgeführten Tatsachen.

(Ab hier könnte man noch viel mehr sagen über rot und die Roten und ihre Politik, blau und schwarz im Mülleimer und das Fehlen der Farbe grün als Symbol für Bäume. Aber das überlasse ich der eigenen politischen Phantasie.)

In seiner Einfachheit drückt dieses Foto für mich den sozialen Zustand von Remscheid als sozialem Ort aus.

Deshalb ist dies mein Jahresfoto 2017.

Ich weiß, es ist nicht besonders positiv aber eigentlich soll es aufrütteln, weil ich nicht verstehe, wieso die Politiker vor Ort bei dieser dramatischen Situation, die sich durch das DOC nicht entspannt, nicht wenigstens den Mobilitätsfaktor für alle – auch alle Ärmeren – stärken.

Damit ist von mir für 2017 visuell alles gesagt.

Ob ich noch mehr zu sagen haben, visuell oder textlich, weiß ich noch nicht.

Vielleicht ist Schweigen besser, weil das Reden und Zeigen bisher nichts bewirkt hat.

Mal sehen …

Stiller Protest gegen Erdogan auf der Remscheider Kirmes

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die große Zusammenhänge zeigen.

An einem Laternenmast direkt vor der Remscheider Kirmes konnte man folgendes Schild hängen sehen.

Ich war neugierig, was diese halben Wörter bedeuteten? Nicht nur ich.

So ging ich weiter auf dem Bürgersteig und entdeckte die andere Hälfte dieser Aussage.

 

Diese Hälfte des Plakats zeigt die Wörter „Gans CDU und DE“, so als ob es sich bei der CDU um die Partei handelt, die Deutschland als fette Gans zum Schlachten bereithält.

Aber das war wohl nur meine direkte Assoziation.

Das Plakat enthält im Ganzen die Wörter „Erdogans Beste Freunde CDU“

Insgesamt hat dieses einfache Plakat durchaus eine sehr kreative Gestaltung mit seinen beiden Seiten und den Wortspielereien.

Und es zeigt was Menschen in Remscheid so bewegt, daß sie es öffentlich zum Ausdruck bringen, aber zugleich so, daß sie unerkannt bleiben, aus erklärbaren Gründen.

Da sollte sich die CDU als Regierungspartei dann doch mal Gedanken machen…