Preisbildung und Monopole am Beispiel der Stadtwerke Remscheid

Foto: Michael Mahlke

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Man lernt als Kunde die Welt kennen.

Ein Tagesticket für Wuppertal mit Bus und Bahn und Schwebebahn kostet 6,60 Euro. Dafür erhält man Zugriff auf große Parkanlagen, sehr viel Infrastruktur, die Schwebebahn, Erholungsgebiete, Einkaufsstraßen und vieles mehr.

Setzt man dies in ein Verhältnis zu Remscheid, dann gibt es in Remscheid keine größeren Parkanlagen, keine echten Einkaufsstraßen, kaum Infrastruktur, keine Erholungsgebiete etc. Somit dürfte ein Tagesticket für Remscheid maximal 3,30 Euro eher 2 Euro kosten.

Das ist aber nicht so.

Ein Tagesticket für Remscheid kostet 9,70 Euro.

Man reibt sich die Augen.

Meiner Meinung nach liegt die Antwort auf der Hand. Das ist politisch gewollt. Die Stadtwerke Remscheid haben einen politisch besetzen Aufsichtsrat und sind für die Preise vor Ort verantwortlich.

Damit aber nicht genug. Wenn du im Sinne der Bergischen Metropole von Remscheid nach Wuppertal fahren willst (und zurück), dann brauchst du logischerweise ein Tagesticket. Das kostet aber dann für eine Person 13,70 Euro (für zwei 16,90 Euro).

Man bezahlt sich also nicht nur dumm und dämlich, wenn man von Remscheid nach Wuppertal mit dem Bus fährt, man wird auch richtig ausgenommen.

Das hat mit einer Bergischen Metropole nichts zu tun sondern nur noch mit Abzockerei, weil man ein Monopol hat – zumindest meiner Meinung nach.

Gerade eine Bergische Metropole, die für die Menschen gemacht ist, müßte dies ändern. Aber soll die Bergische Metropole den Menschen dienen? Zumindest kann es nicht sein, daß immer mehr nach Wuppertal an Dienstleistungen verlagert wird, aber die Kosten für eine Fahrt dorthin immer höher werden.

Richtig wäre ein 5 Euro Tagesticket für die Bergische Metropole. Das wäre fair und würde die Straßen entlasten und realen Portemonaies entsprechen.

Besser wäre, wenn der öffentliche Personennahverkehr komplett aus Steuergeldern finanziert würde, weil damit eine wesentliche Entlastung der Straßen verbunden wäre.

Besser für die Umwelt, weniger Kosten für Straßen, richtig gut für die Menschen.

Aus welchen Gründen lehnen die handelnden Personen dies wohl ab?

Ich bin ja nur Kunde und kann nur meine persönliche Ansicht wiedergeben.

Aber das kann ich.

Nun möchte ich abschließend noch die Geschichte mit dem Hammer erzählen.

Nein – nicht die von Paul Watzlawick.

Ich möchte die Geschichte vom Hammerband erzählen.

Wenn Sie in Remscheid ein Hammerband bestellen unter www.hammerband.de, dann dürfen Sie den ganzen Tag für 6,50 Euro mit den Bussen der Stadtwerke  in Remscheid fahren.

Hammerhart – ein echter Hammer!

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