Die AFD als Bestandteil politischer Fotografie im öffentlichen Raum

Die Anerkennung sichtbarer Realität ist bei der Fotografie unerläßlich. Durch die AFD wird der aktuelle Zeitgeist im Wahlkampf sichtbar.

Viele Jahre gab es das nicht mehr. Köpfe mit Aussagen, die nichts aussagen, bestimmten den öffentlichen Raum. Dieses Jahr ist es anders.

Und am Sana-Klinikum in Remscheid direkt an und gegenüber der Bushaltestelle wird nun sichtbar, was sonst nicht zu sehen ist.

Bemerkenswert dabei ist ja, daß eine Partei damit werben kann, daß bei uns geltende Gesetze bei Asylbewerbern auch umgesetzt werden.

Foto Mahlke – Die AFD als Bestandteil des öffentlichen Raums in der politischen Fotografie

Noch bemerkenswerter ist allerdings, daß diese Partei nur deshalb gewählt wird, weil die anderen Parteien die geltenden Gesetze nicht anwenden, wenn es um Abschiebungen, Asyl und Anerkennen/Aussortieren geht.

Damit verschwindet das Vertrauen in die Macht des Rechtsstaates und es entsteht ein dauerhafter Glaubwürdigkeitsverlust, der sich natürlich in geänderten sozialen Handlungen ausdrückt.

Neben den fehlenden Abschiebungen trotz Dublin ist sicherlich ein anderer Faktor wesentlich: Während die Arbeitnehmer aus der eigenen Bevölkerung nach dem unverschuldeten Verlust des eigenen Arbeitsplatzes verarmen müssen, bevor sie Unterstützung erhalten (Agenda 2010), ist für Asylbewerber plötzlich Geld da, bis zu 50 Milliarden pro Jahr. Und die entmutigenden Widersprüche in diesem System nehmen dabei massiv zu, so daß sich arbeitslos gewordene Einheimische dann oft zu Recht wie Menschen zweiter Klasse vorkommen.

Dabei brauchen wir doch Geld, um z.B. Autobahnen zu renovieren, Altern ohne Angst als Staatsziel wie in Schweden und Dänemark oder Österreich einzuführen und alternative Strukturen für ein gesundes Leben aufzubauen.

Wer sich dann noch wundert, warum anders gewählt wird, dem schreibe ich es noch einmal auf obwohl ein Blick in die Geschichtsbücher reicht: Wer solche asoziale Ungerechtigkeit sät, wird Rache erzeugen und Hass ernten.

Vielleicht ist es ja gewollt. Denn wenn man diese Verarmungsregeln abschaffen würde und die Rentenkürzungen, dann wäre der Hassfaktor sicherlich geringer.

Zumal seit Jahren auf dem Tisch liegt, was eigentlich getan werden müßte – aber das Gegenteil ist der Fall.

 

Der freundliche Android – Wahlkampf der SPD in Remscheid und Solingen

Foto Mahlke – der SPD Android?

… und in Teilen von Wuppertal.

Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, wie das gemeint sein soll. Die erste Assoziation war anders, nämlich so wie hier verlinkt oder hier zu sehen ist.

Erst dachte ich an Schwarzenegger und der Terminator sei für die Sozialdemokraten unterwegs.

Später verstand ich, daß es um einen Feuerwehrmann geht.

Jetzt wissen wir, daß die SPD mit einem Beamten in den Wahlkampf zieht, der für die Feuerwehr arbeitet.

Aber irgendwie denke ich immer an einen Androiden, wenn ich dieses Foto sehe.

Das liegt wahrscheinlich an meiner medialen Vorformung durch die Erinnerungen an den Terminator, der dann ja später auch in die Politik ging.

Es ist Bundestagswahlkampf 2017.

Die langweiligsten Plakate im Bundestagswahlkampf habe ich aktuell von der AFD gesehen. Die haben doch tatsächlich wie es scheint die Originalmotive der NRW-Wahl für die Bundestagswahl genommen. Die hängen hier nämlich rum. Am Geld kann es ja nicht liegen. Das ist aber irgendwie eine Zumutung für den Wähler, der mehr erwartet von einer Alternative als alte Plakate.

Nun gut, da lohnt sich dann in den nächsten Wochen ein Blick auf die Strassen und das, was da dann noch aufgehangen wird.

Die Deutschlandfarben der CDU sind als Plakat ja so langweilig, daß sich nicht mal mehr ein Foto lohnt.

Aber vielleicht mache ich doch noch welche für den Artikel „Aus Sorge um Deutschland“.

Nachtrag:

Noch ein freundliches Foto der SPD und CDU Direktkandidaten, schön bunt und verspielt:

Foto Mahlke – Ingo Schäfer und Jürgen Hardt

 

Übrigens ist das Wahlplakat als Bilderrätsel auch zum Thema im Waterboelles geworden.

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