Remscheid Ehringhausen – das neue Villenviertel entsteht – Bauboom hält an

Erstaunlich wie sich ein kleiner Stadtteil verändert. Für Menschen aus größeren Städten muß Ehringhausen wie ein Luxusresort wirken. Hier kommt man an.

Ehringhausen war früher der Rückzugsort einiger der reichsten Kaufmannsfamilien und ist heute zunehmend ein Rückzugsort für viele, die großstädtisch arbeiten oder vor Ort als Arzt, Anwalt oder beim Amt.

Mittlerweile scheint es kein Geheimnis zu sein. Prominente und Einflußreiche sowie Unternehmerfamilien wohnen schon länger auf Ehringhausen. Aber durch die Pleite der Fa. Strasmann und der Verwertung der Grundstücke durch die Banken hat sich aus diesem kleinen Ort nun ein richtig schickes Resort (Rückzugsgebiet) gebildet.

Ein- und Zweifamilienhäuser mit kleinen Grundstücken für die, die heute so wohnen wollen und die Siedlungen Am Buchenwald, Am Königstein und Am Ueling drumherum für die, die richtig große und schicke Grundstücke haben wollen. Hinzu kommen der Robbelshahn und der Ehringhauser Hof sowie die umliegenden Straßen.

Die ehemalige Arbeitersiedlung Am Ueling wird mittlerweile zunehmend als Wohnstandort entdeckt für Familien, die ihre Ruhe haben wollen und ein angemessenes Grundstück und gute Autobahnanbindung suchen.

Die soziale Struktur wandelt sich gerade nachhaltig.

Im Februar 2013 waren erste „Spatenstiche“ sichtbar, im Februar 2018 nimmt das schicke Viertel Gestalt an.

Allerdings ist es eine Autofahrersiedlung. Aber das ist wahrscheinlich auch das Geheimnis des Erfolges.

Dann wünsche ich den Bewohnern eine gute Zeit an diesem Ort!

 

Die AFD als Bestandteil politischer Fotografie im öffentlichen Raum

Die Anerkennung sichtbarer Realität ist bei der Fotografie unerläßlich. Durch die AFD wird der aktuelle Zeitgeist im Wahlkampf sichtbar.

Viele Jahre gab es das nicht mehr. Köpfe mit Aussagen, die nichts aussagen, bestimmten den öffentlichen Raum. Dieses Jahr ist es anders.

Und am Sana-Klinikum in Remscheid direkt an und gegenüber der Bushaltestelle wird nun sichtbar, was sonst nicht zu sehen ist.

Bemerkenswert dabei ist ja, daß eine Partei damit werben kann, daß bei uns geltende Gesetze bei Asylbewerbern auch umgesetzt werden.

Foto Mahlke – Die AFD als Bestandteil des öffentlichen Raums in der politischen Fotografie

Noch bemerkenswerter ist allerdings, daß diese Partei nur deshalb gewählt wird, weil die anderen Parteien die geltenden Gesetze nicht anwenden, wenn es um Abschiebungen, Asyl und Anerkennen/Aussortieren geht.

Damit verschwindet das Vertrauen in die Macht des Rechtsstaates und es entsteht ein dauerhafter Glaubwürdigkeitsverlust, der sich natürlich in geänderten sozialen Handlungen ausdrückt.

Neben den fehlenden Abschiebungen trotz Dublin ist sicherlich ein anderer Faktor wesentlich: Während die Arbeitnehmer aus der eigenen Bevölkerung nach dem unverschuldeten Verlust des eigenen Arbeitsplatzes verarmen müssen, bevor sie Unterstützung erhalten (Agenda 2010), ist für Asylbewerber plötzlich Geld da, bis zu 50 Milliarden pro Jahr. Und die entmutigenden Widersprüche in diesem System nehmen dabei massiv zu, so daß sich arbeitslos gewordene Einheimische dann oft zu Recht wie Menschen zweiter Klasse vorkommen.

Dabei brauchen wir doch Geld, um z.B. Autobahnen zu renovieren, Altern ohne Angst als Staatsziel wie in Schweden und Dänemark oder Österreich einzuführen und alternative Strukturen für ein gesundes Leben aufzubauen.

Wer sich dann noch wundert, warum anders gewählt wird, dem schreibe ich es noch einmal auf obwohl ein Blick in die Geschichtsbücher reicht: Wer solche asoziale Ungerechtigkeit sät, wird Rache erzeugen und Hass ernten.

Vielleicht ist es ja gewollt. Denn wenn man diese Verarmungsregeln abschaffen würde und die Rentenkürzungen, dann wäre der Hassfaktor sicherlich geringer.

Zumal seit Jahren auf dem Tisch liegt, was eigentlich getan werden müßte – aber das Gegenteil ist der Fall.

 

Der Wahlkampf fängt bei Lidl an

und geht bei Aldi weiter wie man selbst sehen kann. Das Plakatieren für den Wahlkampf in NRW hat begonnen. Den Anfang hat die CDU im Süden von Remscheid auf den zentralen Straßen und gut besuchten Orten gemacht, Neuenkamper Strasse am Lidl und Burger Straße am Aldi und am Sana-Klinikum.

Doch Die Linke hat eine auch historisch interessante Variante gewählt und die Bismarckstraße „besetzt“ und dies kombiniert mit anderen sichtbaren Eindrücken.

Foto: M. Mahlke

Die nächsten Wochen dürften noch interessante Varianten und Bilder zum Vorschein bringen.

 

Triptychon 3

Triptychon 3 - Michael Mahlke
Triptychon 3 – Michael Mahlke

Neuzugang im Wupperartmuseum:

Triptychon 3 fasst mit drei Bildern die aktuelle Entwicklung im öffentlichen Raum von Remscheid zusammen.

Obwohl alle drei Fotos ziemlich aktuell sind, sind sie vom Flow der Veränderungen schon wieder überholt.

Früher hätte ich geschrieben, alles fließt und die Dynamik hat die Fotos schon wieder überholt.

(Aber solange es Flow heißt und nicht Floh geht es ja noch.)

Die Fotos zeigen soziale Veränderungen auf, die durch die Bautätigkeit sichtbar werden.

Ich fotografiere auf dem „Bau“ und zeige damit, wie das Soziale umgebaut und neu gebaut wird anhand von Bauten.

Bauten liefern die Orientierung für soziales Denken und Handeln und drücken etwas aus.