Original Streetfotografie gibt es vom Bergischen Land bis nach Bamberg

Streetfotografie mit 5 Sternen – 5 Stars Streetphotography

Here are examples for Fineart Streetphotography / Echte Beispiele für klassische fünf Sterne Strassenfotografie / Streetfotografie

Five stars means seen in public space and a real moment without waiting on a stage with the stars of fineart streetphotography (free pdf ebook).

5 Sterne bedeutet Momente im öffentlichen Raum ungeplant und ohne Bühne, eben „decisive moment“ so wie hier online beschrieben.

1.

Streetphotography Foto Mahlke – Betteln in Bamberg

Here you see a view to the market place of Bamberg. At the same time you see in the middel the legs of a beggar. But you see not the beggar´s face and so you do not vulnerate personal rights. But you see another person in the crowd looking to the beggar. So this photos includes a lot of story and will always have the secret of the unknown beggar. / Ein Blick auf den Marktplatz von Bamberg. Zugleich blickt man auf die Beine eines Bettlers. Aber das Gesicht des Bettlers ist nicht zu sehen, so kann man keine Persönlichkeitesrechte verletzen. Doch in der Menge sieht man eine Person, die zu dem Bettler blickt und zugleich durch ihren Blick das Foto zurückholt zum Bettler. Dieses Foto enthält mehrere Geschichten und hat immer ein Geheimnis: den unbekannten Bettler.

2.

Streetphotography Foto Mahlke – Betteln in Bamberg

Two women – one with a golden rock and one with a beggar´s rock meet on street. / Zwei Frauen – eine mit Goldrock und eine im Bettelrock

3.

Streetphotography Foto: Michael Mahlke

The walking bed not Dead / Das laufende Bett

4.

Streetphotography Foto: Michael Mahlke

Black mode and black woman – the right moment / Schwarze Modepuppen und eine echte Frau in schwarz davor, ohne echten Unterschied

5.

Streetphotography Partnerlook – Foto: Michael Mahlkle

One of my Favourites – same color, fascinationg combination, the surreal hair and the view to the tiger / Eines meiner Favoriten – beide haben dieselben Farben, das Foto hat eine faszinierende Kombination dieser Motive und sie blickt zum Tiger – Partnerlook

6.

Streetphotography Foto: Michael Mahlke

This special combination of light and color was only one moment. But the shadow has the same personality view like the colored people. / Diese spezielle Kombination von Licht und Farbe gab es nur einen Moment. Der Schatten wirkt ebenso lebendig wie die fotografierten Personen in Farbe.

7.

Foto: Michael Mahlke

Visiting each other / Wer betrachtet hier wen, Eisbär Besucher oder Besucher Eisbär?

8.

Streetphotography Foto: Michael Mahlke

And this is a story about photography / Die Geschichte des Fotografierens mit verschiedenen Möglichkeiten

9.

Streetphotography Foto Mahlke

Peaceful Multikulti – this is another decisive moment with a motif at all. It shows a complete peaceful situation with different religions, different races and different ages on a warm summer day / Friedvolles Multikulti, das Foto ist besonders, weil hier alle in Harmonie zusammen sind trotz sichtbar verschiedener Religionen und Rassen, das strahlt in dem Foto richtig aus

 

All these photos are examples of five stars fineart street photography. You see you do not need a big town or only color or monochrom. Everything is ok if you have learnt to see the special photo / Alle hier gezeigten Fotos sind Beispiele für die 5 Sterne Fineart Strassenfotografie. Man muß weder in einer großen Stadt sein noch nur Monochrom oder nur in Farbe fotografieren. Man muß nur sehen lernen.

10.

Streetphotography Selfie mit dem Weihnachtsmann – Foto Mahlke

How simple it is you see here. Open your eyes and have fun for the moment. You see the mix between monochrome and color. Here I want to show that you can change everything today after the shot / Hier sieht man wie einfach ein gutes Foto ist. Mit offenen Augen aufmerksam sein und die Momente sind sichtbar. Das Foto habe ich gemischt als Schwarzweiß- und Farbfoto, um zu zeigen, daß heute nach der Aufnahme alles verändert werden kann. Kreativität ohne Grenzen …

Abschließend empfehle ich Ihnen noch mit mir einen Blick über die Schulter von Henri Cartier-Bresson zu werfen.

 

Der freundliche Android – Wahlkampf der SPD in Remscheid und Solingen

Foto Mahlke – der SPD Android?

… und in Teilen von Wuppertal.

Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, wie das gemeint sein soll. Die erste Assoziation war anders, nämlich so wie hier verlinkt oder hier zu sehen ist.

Erst dachte ich an Schwarzenegger und der Terminator sei für die Sozialdemokraten unterwegs.

Später verstand ich, daß es um einen Feuerwehrmann geht.

Jetzt wissen wir, daß die SPD mit einem Beamten in den Wahlkampf zieht, der für die Feuerwehr arbeitet.

Aber irgendwie denke ich immer an einen Androiden, wenn ich dieses Foto sehe.

Das liegt wahrscheinlich an meiner medialen Vorformung durch die Erinnerungen an den Terminator, der dann ja später auch in die Politik ging.

Es ist Bundestagswahlkampf 2017.

Die langweiligsten Plakate im Bundestagswahlkampf habe ich aktuell von der AFD gesehen. Die haben doch tatsächlich wie es scheint die Originalmotive der NRW-Wahl für die Bundestagswahl genommen. Die hängen hier nämlich rum. Am Geld kann es ja nicht liegen. Das ist aber irgendwie eine Zumutung für den Wähler, der mehr erwartet von einer Alternative als alte Plakate.

Nun gut, da lohnt sich dann in den nächsten Wochen ein Blick auf die Strassen und das, was da dann noch aufgehangen wird.

Die Deutschlandfarben der CDU sind als Plakat ja so langweilig, daß sich nicht mal mehr ein Foto lohnt.

Aber vielleicht mache ich doch noch welche für den Artikel „Aus Sorge um Deutschland“.

Nachtrag:

Noch ein freundliches Foto der SPD und CDU Direktkandidaten, schön bunt und verspielt:

Foto Mahlke – Ingo Schäfer und Jürgen Hardt

 

Übrigens ist das Wahlplakat als Bilderrätsel auch zum Thema im Waterboelles geworden.

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Strassenwahlkampf in Wuppertal Elberfeld

Man mußte am 29.4.2017 nur durch Elberfeld Richtung Bahnhof gehen und schon ist man mittendrin.

Erst kommt die CDU

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 CDU

Dann kommt die FDP

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 FDP

Danach folgt Die Linke

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 Die Linke

Und daneben die Piraten

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 Piraten

 

Die MLPD war mit vielen Schildern zu sehen, die AFD weder mit Schildern noch mit Stand und die SPD war gar nicht da sondern stand mit ihrem Stand zusammen mit den Grünen vor dem Saturn – vielleicht eine symbolische Anordnung?

Und die stille Meinungsbildung konnte man dann hier sehen, einige Meter weiter:

Foto Mahlke – Wuppertal Elberfeld Strassenwahlkampf NRW 2017 CDU

 

Wenn die treuen Arbeiter die SPD verlassen

Die SPD hat in zehn Jahren Agenda 2010 zehn Millionen Wähler verloren. Am Anfang gingen viele zu der Partei Die Linke, aber die eher konservativen Stammwähler aus dem Arbeitnehmerbereich blieben ihr zunächst noch treu. Nachdem außer Armut für die Fleissigen und Angst und Schrecken vor dem Alter sich nichts aus der Agenda 2010 erfüllt hat, sind nun auch zunehmend die ausgetreten, die in der SPD auf Besserung gehofft haben.

Und dafür gibt es ein Bild, das es besser nicht beschreiben könnte.

Man soll nie nie sagen …

Nun kann man nur hoffen, daß in der AFD diese Menschen, die Sozialreformen für die kleinen Leute wollen, auch entscheidenden Einfluss bekommen, weil auch in der AFD Neoliberale rumgeistern, die eine Rente erst nach 45 Jahren wollen, obwohl die meisten Neuzugänge in der Rentenversicherung gerade mal noch 30 Jahre schaffen.

Aber wenn dann so was noch stimmen sollte wie hier verlinkt, dann wächst nur noch das Gefühl der Ungerechtigkeit.

Und tagesaktuelle Erlebnisse tun ihr übriges.

 

 

 

 

Betteln in der City von Wuppertal – Elberfeld – „Agendamacher“ schauen zu

Foto Mahlke

Montags um zehn Uhr in Wuppertal-Elbefeld in der City.

Innerhalb von fünf Minuten werde ich von fünf deutschen Frauen und Männern angesprochen, ob ich ihnen nicht etwas Geld geben könnte.

Dabei halten sie den obligatorischen Kaffeebecher in der Hand.

Fünf deutsche Männer und Frauen betteln in fünf Minuten. Zur selben Zeit schickte die Polizei ein paar Meter weiter weitere Personen, die es sich mit Hund und Decke zum Betteln bequem gemacht hatten, wieder weg aus der City.

Diese Verarmung und sichtbare Armut in der Öffentlichkeit der eigenen Staatsbürger ist meiner Meinung nach die direkte Folge der Agenda 2010 mit dem unmenschlichen Hartz 4 für die Fleissigen, die arbeitslos wurden.

Dann nimmt man ihnen so gut wie alles weg bis sie arm wie eine Kirchenmaus sind und dann verlieren immer mehr die Hoffnung – bis einige von ihnen dann mit dem Kaffeebecher in der Hand betteln.

Die Verursacher hat man aufgehängt. Damit wir uns nicht falsch verstehen. Man hat die Repräsentanten dieser Politik direkt über ihren Köpfen auf Wahlplakaten aufgehängt (nur die Piraten gab es damals noch nicht).

Aber diese Pappkameraden sehen natürlich nicht die Armut direkt unter ihrer Wahlreklame.

Ob die davon Betroffenen, die ich heute erlebt habe, wählen gehen?

Deutsche betteln in Wuppertal – Foto Mahlke

 

Aber ich habe sie heute erlebt – montags um zehn in Deutschland, mitten in der City von Elberfeld.

Zeitgeist 2017 regional vor Ort im öffentlichen Raum.

 

Die Alternative für Deutschland

Auch die AFD macht Wahlwerbung. Dabei sind die Themen die fehlende Integration und die wachsende Armut unter den deutschen Staatsbürgern. Das sind Fakten, aber das betrifft noch nicht die Mehrheit der Menschen. So tut die AFD manchem weh, weil sie ihren Teil der Wahrheit sagt, aber ist nicht mehrheitsfähig, zumal die Rentenpläne der AFD dem Plakat widersprechen, wenn sie so sind wie hier beschrieben.

AFD NRW Foto Mahlke

Und das Foto zum Thema Integration könnte so aus einigen Strassen von Remscheid, Solingen oder Wuppertal stammen, ungelogen und nicht polemisch.

Der visuelle Teil des Wahlkampfes für NRW kommt in Fahrt.

An der Bushaltestelle in Wuppertal Elberfeld

Eigentlich wartete ich dort auf den Bus und wollte eine Gruppe von Straßenmusikern auf der anderen Straßenseite aufnehmen. Aber dabei nahm ich die neue soziale Landschaft um mich und vor allem vor mir wahr. Sie lief mir ununterbrochen durch das Bild.

Es gehört zur neuen Wahrheit und zur neuen Wirklichkeit, daß die offene soziale Landschaft ihr Bild nachhaltig und dauerhaft öffentlich verändert hat und die Verschlossenheit Einzug hält. Die drei hier gezeigten Eindrücke waren drei von ca. 30 in drei Minuten – mitten in Wuppertal Elberfeld.

Das ist ein Teil des neuen Stadtbildes – Zeitgeist heute.

 

Um die soziale Landschaft und ihre Symbolik besser herauszustellen habe ich die Fotos grafisch abstrahiert, so daß die Personen an sich völlig unkenntlich sind aber die dargestellte Symbolik der sozialen Landschaft dafür umso deutlicher wird.

Ich sehe auf den Fotos wie Frauen mitten im Sommer in Stoffgefängnissen isoliert sind, während arabisch-muslimisch aussehende Männer oder Familienmitglieder ihre Freiheit offen zeigen und die Sonne genießen.  Alles was den offenen kommunikativen Umgang ausmacht, wird bei Frauen so weitgehend ausgeschlossen. Textilbedingte kommunikative Isolationshaft?

Früher gab es Debatten über Machos heute über Muslime. Was bedeutet das? Wahrscheinlich daß das aufgeklärte Leben gerade abgelöst wird und wir uns umstellen müssen, wenn ich die Politiker und vor allem Politikerinnen richtig verstehe, die dies alles begrüßen als sog. „Bereicherung“.

Unsere Regierung unterstützt die Ausbreitung dieser „Bereicherung“ finanziell und materiell.

Das steht nicht im Grundgesetz. Da steht ein Amtseid drin mit dem Schwur Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

So habe ich etwas dazugelernt vom sichtbaren und unsichtbaren Zeitgeist mitten in Wuppertal-Elberfeld.

Der Weg der Armut

Eigentlich wollte ich diese eher ungewollte Kombination von Werbung im öffentlichen Raum fotografieren. Auf der linken Seite eine Leuchtreklame von KIK und rechts ein großes „Es reicht“. Ich dachte dabei an die vielen Opfer der Textilfabriken in Bangladesch und verstand die Werbung der Welthungerhilfe als Aufforderung endlich tätig zu werden.

Und so fotografierte ich einfach diese Szene auf dem Bürgersteig. Und dann entwickelte sich alles andere von allein. Denn Armut ist auch bei uns immer mehr zu finden. Aber kaum sichtbar und eher in sozialen Verhaltensweisen, die still daherkommen.

Während ich noch Fotos machte für das Stilleben zog die Armut durch meine Fotostrecke als wollte sie mir sagen, vergiß uns nicht wenn du an die Konzerne und die 3. Welt denkst, denn wir sind schon hier. Reich, Mitte, Arm – das sind die drei Welten bei uns und die Mitte wird immer kleiner.

 

Daraus eröffnet sich natürlich ein Interpretationsrahmen.

Aufmerksam wurde ich durch die grellen Schilder. Ich war gerade sensibilisiert.

Und dann wurden direkt unter dem Schild der Welthungerhilfe Pfandflaschen gesucht.

Die Suche von Pfandflaschen ist heute zum Symbol für die neue Armut von immer mehr Lebensälteren geworden. So kommen in den Fotos alle aktuellen Symbole des Zeitgeistes zusammen und zeigen den Weg der Armut.

Nachtrag:

Drei Wochen nach dem Erscheinen dieses Artikels zahlt kik 5 Millionen an Entschädigung.

Die Rückkehr des Lichts

Für uns war es heute der erste Tag in diesem Jahr, bei dem wir das Gefühl hatten, von der Sonne gewärmt und durchflutet zu werden. Und dann gab es da diesen Moment auf der Treppe als die Sonne genau das Bild entwarf, in das ich hineinlief, es sah und sofort festhielt. Dieses Spiel mit Licht und Schatten und dieser Moment sind für mich mehr als das Foto des Tages. Es ist ein Symbol für den Wechsel von Winter auf Sommer.

Foto: Michael Mahlke
Foto: Michael Mahlke

Die PIGS im Bergischen Land

2012 und 2013 waren wichtige Jahre – auch in der öffentlichen Wahrnehmung.

Dies hatte auch Folgen für die Fotografie.

Auf Photobookmuseum.de können wir dazu lesen:

„Denn die Wirtschaftskrise der südeuropäischen Länder spielte in der künstlerischen Fotografie bislang kaum eine Rolle. Mit dem Akronym PIGS bezeichnet das britische Wirtschaftsmagazin The Economist (Stick with Mutti) Portugal, Italien, Griechenland und Spanien.  Mit The Pigs zeigt uns Carlos Spottorno jetzt eine andere, eine eher unbeachtete Realität. …

In The PIGS konfrontiert er den Betrachter mit den Folgen von Gier, Korruption, Faulheit und Ignoranz. Dabei wählte er nicht etwa Bilder von alten Herren aus, die gemütlich ihre Siesta halten, und auch nicht von feisten Yacht- und Villenbesitzern. Stattdessen zeigt Spottorno Bauruinen und vermüllte Straßen, einen Madonnenverkäufer am Wegesrand und Menschen, die in Containern am Hafen leben.

Da passt es nur allzu gut, dass Carlos Spottorno die Bilder als Magazin veröffentlicht hat, dessen Optik von The Economist nachempfunden ist.“

Carlos Spottorno hat natürlich früher damit angefangen, der Wirklichkeit einen Rahmen zu geben.

In dem als Magazin erschienen Buch THE PIGS zeigt er 2012/2013 dann diese Aufnahmen der Wirklichkeit zu diesem Thema so wie sie die Menschen sehen.

Faszinierend für mich ist die Parallele zu meinem Projekt 1214.wupperart.de.

Während Spottorno die Situation in südlichen europäischen sog. Krisenländern fotografierte, wurden meine Fotos im als 2012 krisenfrei geltenden Kernland Deutschland aufgenommen. Dabei ist in Deutschland die soziale Krise viel manifester und soziale Erstarrung durch neoliberale Schreckgespenster eingetreten.

Festgemauert in der Erde steht Hartz4 aus Nazigeist gebrannt …

Aber auch ich hatte schon viel früher angefangen.

So hielt ich den Wandel der Bergischen Industrieregion fest,

Das letzte Thema führte dann zu dem Projekt, das ich parallel zu Spottorno umsetzte.

Ich bin von den betrieblichen Veränderungen zu den Folgen im öffentlichen Raum gekommen. Je mehr Arbeitsplätze hinter den Kulissen bzw. Mauern verschwanden, desto mehr Veränderungen wurden vor den Mauern im öffentlichen Raum sichtbar.

Remscheid, Solingen und Wuppertal sind eine verarmte Region geworden mit immer weniger schön gestalteten Möglichkeiten, sich im öffentlichen Raum aufzuhalten – und wenn nur gegen Eintritt.

So sind sogar Sozialkontakte an schönen Orten nur gegen Geld erfahrbar.

Allerdings wird dies durch die jeweilige Stadtstruktur abgemildert.

Während in Remscheid eine funktionale Vereinsamkeitsstruktur im öffentlichen Raum aufgebaut wird (möglichst wenig Sitzflächen und gemütliche Baumparks), nehmen die freien Kontaktmöglichkeiten in Solingen zu und sind in Wuppertal noch am weitesten verbreitet.

Der Wandel zu einer Schlafstadt, in der Sozialkontakte sich immer mehr auf Heim oder  Laden reduzieren, wird in Remscheid besonders sichtbar.

Insofern sind die Fotos aus meinem Projekt der Blick auf eine Region vor Ort im Wandel.

Heute sind wir schon wieder weiter.

Die Flüchtlingsmassen erzeugen völlig neue Fragen. Gerade jetzt wird deutlich, was es bedeutet, wenn der öffentliche Raum für die Menschen keine echten Frei- und Begegnungsräume durch Parkanlagen und Freiflächen bereithält. Das schürt genau die Kontaktarmut, die eigentlich überwunden werden müßte.

Es sind die direkten Folgen des neoliberalen Denkens, das den privaten Reichtum stärkt und den Menschen immer mehr soziale Sicherheit nimmt. Damit nicht genug bauen sich immer mehr Reiche auf ihren Prachtgrundstücken ihre eigenen großen Begegnungs- und Rückzugsräume, während es für immer mehr Menschen immer weniger Freiflächen im öffentlichen Raum gibt.

Das erinnert an afrikanische Verhältnisse.

So wird in Remscheid nun die letzte mögliche und gemütlich gestaltbare Freifläche am Bahnhof mit einem Kino zugebaut, also kommerzialisiert statt kommunikativ geöffnet.

 

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Foto: Michael Mahlke

Scon die vorherigen Umbaumaßnahmen waren architektonisch darauf ausgerichtet, möglichst keine Kontaktflächen zu schaffen sondern funktionale Fluchtflächen, die man möglichst schnell hinter sich lassen will.

Foto: Michael Mahlke
Foto: Michael Mahlke

Fotografisch betrachtet ist dies alles faszinierend. Ob es Fotokunst oder sogar politische Fotografie ist, wird wohl letztlich im Auge des Betrachters liegen.

Aber für mich erweitert sich ungemein der Horizont. Ich war und bin mit meinem Projekt nicht allein sondern kann bei Spottorno parallel schauen, was woanders geschah.

Ich habe in dem angeblich von der Krise verschonten Deutschland gezeigt, was von den Leitmedien und der veröffentlichten kommerziellen Fotografie einfach ausgeblendet oder sogar übersehen wurde und wird.

Daher halte ich meine fotografischen Betrachtungen für eine gute und passende dokumentarische Ergänzung von Spottornos PIGS, zumal der Zeitraum sich stark überlappt.

 

Der Blutmond über Deutschland und dem Bergischen Land

Wenn ein Blutmond zu sehen ist, dann kann man dies als die Sprache des Himmels für die Ereignisse auf der Erde deuten oder einfach so sehen. Es kommt immer darauf an, was man sehen will. Sind es Wunderzeichen des Himmels? Was sagen sie uns? Continue reading „Der Blutmond über Deutschland und dem Bergischen Land“

Remscheid Park and Sleep

Remscheid
Remscheid

Früher sagten viele Remscheider, Remscheid sei der Parkplatz von Wuppertal. Man muß nicht so weit gehen. Aber nun gibt es online eine neue Werbung, die den Tourimus in Remscheid ankurbeln soll, um die aktuellen Ereignisse und Großprojekte in der Region besser genießen zu können.

Entdecken auch Sie die Abenteuer der Zivilisation gleich um die Ecke. Remscheid ist der ideale Standort, um die aktuellen Sehenswürdigkeiten schnell zu erreichen und erleben zu können.

 

Preisbildung und Monopole am Beispiel der Stadtwerke Remscheid

Foto: Michael Mahlke
Foto: Michael Mahlke

Man lernt als Kunde die Welt kennen.

Ein Tagesticket für Wuppertal mit Bus und Bahn und Schwebebahn kostet 6,60 Euro. Dafür erhält man Zugriff auf große Parkanlagen, sehr viel Infrastruktur, die Schwebebahn, Erholungsgebiete, Einkaufsstraßen und vieles mehr.

Setzt man dies in ein Verhältnis zu Remscheid, dann gibt es in Remscheid keine größeren Parkanlagen, keine echten Einkaufsstraßen, kaum Infrastruktur, keine Erholungsgebiete etc. Somit dürfte ein Tagesticket für Remscheid maximal 3,30 Euro eher 2 Euro kosten.

Das ist aber nicht so.

Ein Tagesticket für Remscheid kostet 9,70 Euro.

Man reibt sich die Augen.

Meiner Meinung nach liegt die Antwort auf der Hand. Das ist politisch gewollt. Die Stadtwerke Remscheid haben einen politisch besetzen Aufsichtsrat und sind für die Preise vor Ort verantwortlich.

Damit aber nicht genug. Wenn du im Sinne der Bergischen Metropole von Remscheid nach Wuppertal fahren willst (und zurück), dann brauchst du logischerweise ein Tagesticket. Das kostet aber dann für eine Person 13,70 Euro (für zwei 16,90 Euro).

Man bezahlt sich also nicht nur dumm und dämlich, wenn man von Remscheid nach Wuppertal mit dem Bus fährt, man wird auch richtig ausgenommen.

Das hat mit einer Bergischen Metropole nichts zu tun sondern nur noch mit Abzockerei, weil man ein Monopol hat – zumindest meiner Meinung nach.

Gerade eine Bergische Metropole, die für die Menschen gemacht ist, müßte dies ändern. Aber soll die Bergische Metropole den Menschen dienen? Zumindest kann es nicht sein, daß immer mehr nach Wuppertal an Dienstleistungen verlagert wird, aber die Kosten für eine Fahrt dorthin immer höher werden.

Richtig wäre ein 5 Euro Tagesticket für die Bergische Metropole. Das wäre fair und würde die Straßen entlasten und realen Portemonaies entsprechen.

Besser wäre, wenn der öffentliche Personennahverkehr komplett aus Steuergeldern finanziert würde, weil damit eine wesentliche Entlastung der Straßen verbunden wäre.

Besser für die Umwelt, weniger Kosten für Straßen, richtig gut für die Menschen.

Aus welchen Gründen lehnen die handelnden Personen dies wohl ab?

Ich bin ja nur Kunde und kann nur meine persönliche Ansicht wiedergeben.

Aber das kann ich.

Nun möchte ich abschließend noch die Geschichte mit dem Hammer erzählen.

Nein – nicht die von Paul Watzlawick.

Ich möchte die Geschichte vom Hammerband erzählen.

Wenn Sie in Remscheid ein Hammerband bestellen unter www.hammerband.de, dann dürfen Sie den ganzen Tag für 6,50 Euro mit den Bussen der Stadtwerke  in Remscheid fahren.

Hammerhart – ein echter Hammer!

Elendstürme – die Neue Symbolik der Jobcenter von Remscheid und Wuppertal

Architektur hat eine hohe Symbolik. Im Mittelalter gab es Türme für verschiedene Anläße. Wie steht es so schön in der wikipedia: “ Für bestimmte Sanktionen gab es eigene Gefängnisse, und die Türme erhielten davon teilweise auch ihren Namen (z. B. Blutturm, Diebsturm, Schuldturm).“

Ob diese Idee von den Jobcenter-Verantwortlichen aufgegriffen wurde und deshalb Gebäude in Remscheid und Wuppertal ausgesucht wurden, die diese Tradition fortsetzen?

Die Sanktionstürme oder die Elendstürme von Wuppertal und Remscheid sehen jedenfalls so aus.

Jobcenter Wuppertal Barmen - Foto: Michael Mahlke
Jobcenter Wuppertal Barmen – Foto: Michael Mahlke

Hier wird u.a. die Verarmungsregel von Hartz 4 umgesetzt, hier werden die verfassungswidrigen und zu niedrigen Hungersätze ausgezahlt und hier finden die Erniedrigungen und Schikanen statt, die das Gesetz vorgibt. Hier wird Altersrassismus per Gesetz umgesetzt.

Jobcenter Remscheid - Foto: Michael Mahlke
Jobcenter Remscheid – Foto: Michael Mahlke

Und für dies alles gibt es eine Symbolik in der Architektur, die in Remscheid und Wuppertal-Barmen an den Jobcentern zu sehen ist.

Es paßt alles.

Brauchen die Bergischen Städte eine Bürgerwehr?

Nun wird es offenkundig. Mitten in Wuppertal tobt sich eine Sharia-Police aus. Das ist ja erst der Anfang.

Junge Männer trauen sich und wissen, ihnen kann hier nichts passieren, weil sie sowieso weiter Sozialleistungen erhalten und wahrscheinlich das Gefängnis als Erholungsort ansehen. Was sagen eigentlich ihre Eltern dazu?

Das ist ja nur die Spitze eines Eisbergs und hier zeigt sich, wie sicher sich in Deutschland Menschen fühlen, die Deutschland nutzen, um es abzuschaffen.

Ich will hier nicht auf das Sozialsystem eingehen sondern auf etwas anderes:

Unsere Gesellschaft hat zuallererst ein Grundgesetz mit Grundrechten.  Wir regeln bei uns die vorletzten Dinge. Die Religion ins Privatsache. Wir haben hier weder eine Sittenpolizei noch wollen wir so etwas.

Wie viel sind uns unsere Grundrechte wert?

Das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Aber der muß es auch ausüben. Dazu gehört, daß wir als Bürger geschützt werden und wir mithelfen, unser Land zu schützen.

Was passiert im Moment?

Zu Guttenberg hat gemeinsam mit Merkel und Schäuble die Wehrpflicht abgeschafft. Ein großer Fehler, der sich jetzt schon rächt.

Ist es nun so weit, daß wir uns selbst organisieren müssen?

In Radevormwald und anderen Städten gibt es das schon im Kampf gegen Einbrecherbanden. Müssen wir nun unsere Grundrechte schützen gegen die Sharia mit einer Bürgerwehr?

Brauchen wir eine Volksbewaffnung?

Ist unser Staat so weit, daß wir solche Fragen stellen müssen?

Wir dürfen als Bürger klare Antworten und klares Handeln erwarten.

 

Sind Stau, Stress und Umweltverschmutzung im Bergischen Land politisch gewollt?

Botschaften aus der Wirklichkeit 2014 im Bergischen Land:

Und nun?

Was tut die Politik?

Ein echter Beitrag wäre das Lernen von denen, die was getan haben.

In diesem Artikel geht es um die Mobilität im Strassenverkehr.

Man kann auch sagen, von Hasselt lernen heisst klüger werden.

Die belgische Stadt Hasselt hat den Nulltarif im öffentlichen Personennahverkehr eingeführt. Dadurch erhöhte sich das Fahrgastaufkommen innerhalb von zehn Jahren um mehr als 1000 (tausend) Prozent von 360.000 auf 4,6 Millionen Fahrgäste.

Einzelhandel und Steueramt profitierten deutlich.

Wenn das Monatsticket nicht umsonst sein soll, dann sollte man das nehmen, was bei Hartz 4 /Alg 2 dafür vorgesehen ist, weil darauf immer mehr Menschen angewiesen sind. Im Hartz 4 Satz sind ca. 15 Euro im Monat für Fahrkosten vorgesehen. Das dürfte dann auch die Richtschnur für ein Ticket sein. Genau deshalb wurde die Idee der NRWCard entwickelt, damit umweltbewußter und gesünder die Mobilität in NRW ausgebaut werden kann.

Wir müssen aber nicht bis nach Belgien schauen.

Probiert hat man dies alles auch in Wuppertal.

Das Experiment mit dem solidarischen Bürgerticket war ein Riesenerfolg:

„Das Ergebnis lässt sich sehen: Das Verkehrsmittelwahlverhalten änderte sich signifikant in Richtung ÖPNV.“

Hier wird also versucht, Politik für die Umwelt und die Armen mit und ohne Arbeit zu machen.

Was ist daran schlecht?

Schlecht ist daran, daß die herrschenden Parteien nicht mitmachen.

Über die Gründe läßt sich spekulieren, aber sie sind sicherlich nicht bürgerfreundlich und umweltfreundlich. Und ob dies alles wirtschaftsfreundlich ist, darüber läßt sich auch trefflich streiten.

PS: Der Beitrag war von 2014 und Mitte 2017 ist alles noch schlimmer …

 

Arbeitsagentur hat Statistik geändert – jetzt prozentual weniger Arbeitslose

Laut DGB hat die Arbeitsagentur die Statistik geändert. Wie die Junge Welt und nun auch der Spiegel beschreiben, wurden im Rahmen einer „Transparenzoffensive“  z.B. Menschen zu den erwerbsfähigen Personen gerechnet, die gar nicht erwerbsfähig sind, wie z.B. Menschen aus Behindertenwerkstätten. So kommen plötzlich 400.000 Menschen bundesweit hinzu und deshalb gibt es plötzlich einen Rekord. Continue reading „Arbeitsagentur hat Statistik geändert – jetzt prozentual weniger Arbeitslose“

Männer erhalten weniger als 1000 Euro Rente im Bergischen Land und Frauen sind ganz arm dran

Die Wirklichkeit von heute zeigt, wie groß die Armut im Alter wirklich ist in Remscheid, Solingen und Wuppertal.

In Remscheid erhalten Männer im Durchschnitt brutto (ohne Abzüge) 958,45 Euro Rente und Frauen brutto 502,24 Euro. Continue reading „Männer erhalten weniger als 1000 Euro Rente im Bergischen Land und Frauen sind ganz arm dran“

Massive Arbeitsplatzverluste in Remscheid, Solingen und Wuppertal in den nächsten Jahren

Bernhard Sander hat darauf hingewiesen und nur die Partei Die Linke beschäftigt sich bisher damit aus Sorge um die Menschen.

Laut PWC und WWI verlieren Remscheid, Solingen und Wuppertal in den nächsten gut zehn Jahren noch mal mindestens 15 Prozent ihrer Industriearbeitsplätze.

Wenn das stimmt und auf jeden Arbeitsplatz in der Industrie bis zu drei drumherum kommen, dann wird diese Region soziale und politische Veränderungen erleben, die ihresgleichen suchen.

Denn die systematischen

  • Verarmungsregeln von Hartz 4,
  • die völlig asoziale Sozialpolitik in Deutschland und
  • die fehlenden Alternativarbeitsplätze

werden ein Szenario wachsen lassen, das eine einfache Formel haben wird.

  • Arm und ohne Arbeit
  • Alt und ohne Hoffnung
  • Jung und ohne Zukunft

Nun wissen wir, was dann passiert und worauf schon mehrfach hingewiesen wurde.

Das kann man aber nicht mit Beratungsstellen lösen sondern nur mit einer anderen Sozialpolitik, die den jungen und alten Menschen hier nicht jede Hoffnung raubt.

Zusätzlich zu dieser Sozialpolitik muß eine neue Infrastrukturpolitik her.

Die Veränderungen beim Berufsbeamtentum in den Kommunen und die Einführung von überregionalen Zentren würden alles neu beleben.

Das Beispiel Remscheid, Solingen und Wuppertal zeigt, dass Kommunen viel Geld ausgeben, damit alles so bleibt – obwohl sie das Geld gar nicht haben.

Würden Sie z.B. ein Wupperticket für alle Bürger ihrer drei Städte einführen, damit alle in allen drei Städten fahren können zu kleinen Preisen, dann könnten Strukturen im öffentlichen Dienst und Bürgerbüros völlig neu gedacht werden.

Und so könnten hunderte von Millionen auf 20 Jahre gerechnet gespart werden.

Stattdessen baut jede Stadt alles neu, muß jede Stadt jedes Amt haben und jede Stadt eigene Auftritte.

Die aktuelle Debatte um die neue Gesellschaft zur Wirtschaftsförderung wird in der bisher angedachten Form wahrscheinlich zur hochkarätig besetzten Zementierung der bisherigen Situation führen.

Das ist nur gut für die, die wollen, daß alles so bleibt wie es ist.

Und damit ist es keine gute Antwort auf die Situation, die vor der Tür steht.

 

 

Stadtansichten 1 bis 3 von Remscheid, Solingen und Wuppertal

Gerade entwickelt sich eine neue Sprache.

Es ist die visuelle Sprache, die immer stärker auch schriftlich geprägte Kulturen dominiert. Das wird unter verschiedenen Gesichtspunkten diskutiert.

Menschen „lesen“ mit Bildern und nehmen diese als dominierenden Informationsträger wahr.

Differenzierte „Sichtweisen“, die sich erst durch Texte erschliessen, werden „übersehen.“

Menschen blicken heute mehr auf ihr Smartphone und den Monitor.

Was bedeutet dies alles?

Aber das sind nur die Fragen, die sich aus den technisch-zivilisatorischen Entwicklungen ergeben.

Im öffentlichen Raum um uns herum finden wir auch immer eine Sprache.

Wir sehen etwas. Wir sehen von dem, was da ist, das, was wir wahrnehmen.

Da beginnt die Wechselwirkung zwischen dem im Kopf und dem um uns herum.

  • Was ist um uns herum?
  • Wie sieht es aus?
  • Wie ist es gestaltet?
  • Warum ist es so gestaltet?
  • Was will man mit dieser Gestaltung?

Ich möchte meine Arbeitsweise an drei Beispielen deutlich machen, die so nicht in den Büchern sind aber sehr klar zeigen, was ich meine:

 

1. Die Botschaft dominiert

Das Bild „Southern Mix“ wurde bewusst gestaltet. Denn meine Entscheidung war nur die des Ausschnitts, die Inhalte waren vorher da und von anderen bewusst für diese Stelle gemacht. Denn diese Werbung erschien an dieser Bushaltestelle zu einer Jahreszeit ohne Sonne. Damals nahm man es unbewußt wahr – ohne das Foto würde es kaum einer Person bewußt sein.

 

2. Der zufällig kombinierte Inhalt

Das Bild heisst „Mensch mit Hund“. Hier ist die Botschaft indirekt. Eigentlich sieht man eine interessante Bank. Aber dann sieht man mehr. Es ist aber keine bewusste Inszenierung sondern vorgefundene Realität in unserem öffentlichen Raum. Da sind tagelang tausende dran vobeigegangen.

 

3. Der Ausschnitt

Hier gibt es keine direkten Botschaften. Hier gibt es nur den Bildausschnitt.  Es ist allein der Rahmen, der dies zum Foto macht. Eine Foto ohne Botschaft, das aber nicht inhaltsleer ist. Es stecken hier Inhalte drin, die der Bildausschnitt zusammenhält oder besser erst sichtbar macht.

So entstanden bei meinen Streifzügen durch den öffentlichen Raum Fotografien, die Eindrücke festhalten und vermitteln sollen.

Es sind auch hässliche Fotos, weil das, was sie zeigen, auch hässlich ist. Leider zeigen die Fotos genau das, was uns hier umgibt. Funktionale Hässlichkeit ist eines der Merkmale, die das Neue auszeichnen, das uns umgibt und prägt. Und so sind die Fotos eine Auseinandersetzung mit dem Leben, wie wir es leben. Daher ist es auch Kunst, aber nicht einfach nur so für sich sondern für uns.

Die Fotos wurden dann kombiniert zu doppelseitigen Fotos im Fotobuch, um neue Assoziationen durch Kombinationen zu wecken und/oder durch das Blättern und das zeitliche Nacheinander.

Das Ganze ist Fotografie und das alles ist auch Kunst, todayart.

Es ist aber alles aus der Wirklichkeit gewachsen, auch die Kompositionen, so daß es sich nicht um Inszenierungen handelt, die reale Elemente haben sondern um Realität, die teilweise an Inszenierungen erinnert.

Da die Wirklichkeit bunt ist und dies alles nicht an einem Tag aufgenommen wurde, habe ich auch die digitalen Vorzüge genutzt und mit diesen drei Büchern visuell erzählt über das Bergische Land.

Betrachten Sie das Ganze als eine visuell erzählte moderne Geschichte mit einigen Kapiteln und einem Streifzug durch das, was uns umgibt.

Warum das auch Kunst ist und wie ich dazu komme, habe ich hier erläutert.

Remscheid: Bergische Morgenpost sehr stark, Remscheider General Anzeiger schwächelt?

Die IVW Zahlen geben ein genaues Bild:

Remscheid

Der Remscheider General Anzeiger hatte im 2. Quartal 2014 eine Verbreitung von 16824 Zeitungen (Verkauf 15811), davon waren 229 ePaper, im Abo 111.

Die Bergische Morgenpost hatte im 2. Quartal 2014 eine Verbreitung von 12372 Zeitungen (Verkauf 11306), davon waren 373 ePaper, im Abo 207.

Im ePaper-Bereich ist die Bergische Morgenpost in Remscheid 50 % stärker. Und im Printbereich hat die Bergische Morgenpost ca. 80 % der verkauften Auflage des rga.

Solingen

Das Solinger Tageblatt hatte im 2. Quartal 2014 eine Verbreitung von 22678 Zeitungen (Verkauf 21631), davon waren 681 ePaper, davon 251 im Abo.

Die Rheinische Post/Solinger Morgenpost hatte im 2. Quartal 2014 eine Verbreitung von 3335 (Verkauf 2980), davon waren 216 ePaper, davon 168 im Abo.

Wuppertal

In Wuppertal hatte die WZ im 2. Quartal eine Verbreitung von 44665 (Verkauf 42909), davon waren 921 ePaper, im Abo davon 474.

Mit Talwärts kommt gerade ein werbefreier Versuch auf, dort etwas anderes anzubieten, das sich durch den Verkauf finanziert.

Tendenzen

Remscheid ist der stärkste Bereich der Rheinischen Post in dieser Region.

Solingen ist fest in der Hand vom Solinger Tageblatt und Wuppertal dominiert die WZ, in Remscheid ist der rga nicht absolut dominierend sondern eher in der Defensive.

Ob da das journalistische Konzept noch verbesserungswürdig wäre – gerade bei den blinden Flecken die noch wirken?

Die Online-Daten kann man sich auch anschauen.

Für 6/2014 hatte der rga über alle Angebote (pipeline, rgaonline) 373.443 visits, radio rsg hatte 48.881, das solinger tageblatt hatte 306.345  visits. RP-online hatte mit allen Nebenangeboten in allen Städten des kompletten Verbreitungsgebietes rund um Düsseldorf 17.044.343 visits (die lokalen Zahlen habe ich nicht gefunden) und kann daher nicht direkt verglichen werden.

Die Zahlen sind aber sehr relativ und natürlich keine verkauften Exemplare sondern rein digitale „Seitenaufrufe“.

Vergleich zu Fotomonat und Wupperseiten

In Relation dazu hatte ich – ohne ivw, weil dies für gewerbliche Angebote ist – laut webalyzer im letzten Monat  auf den deutschen Seiten 6/2014 ca. 116.ooo visits bei 1,2 Millionen Hits (wobei man die Hits nicht so ernst nehmen sollte, eher die Verweildauer auf einer Seite). Das ist wohl nicht schlecht für Bücher, Dokumentarfotografie und das Bergische Land, also Angebote ohne Sport und Nachrichten als Trafficmagneten.